Sonntagsgedanken: Studium abbrechen.

Ich bin demotiviert. Zumindest was die Uni betrifft. Ich bin jetzt bereits im siebten Semester und ich mag schön langsam nicht mehr. Sicher, es ist meine eigene Schuld dass ich schon so lange studiere aber jetzt reicht’s mir dann wirklich bald. Mir fehlen noch immer ein Haufen ECTS und ich finde die Motivation, die ich dafür brauche einfach nirgends.
Das liegt aber nicht daran, dass ich ein fauler Mensch bin, ganz im Gegenteil. Es liegt daran, dass ich gerade ganz viele Dinge gleichzeitig mache und ziemlich hart arbeite (auch wenn man das vielleicht erst sieht, wenn man hinter die Kulissen blickt). Und mein Studium steht bei diesen Dingen die ich zu erledigen habe ziemlich weit hinten. Manche denken jetzt eben wirklich dass ich einfach faul bin, nur Serien schaue (ha-ha, schön wär’s) oder nur feiern gehe und schlafe. Aber so ist es auf keinen Fall.

Ich habe mir meinen Blog jetzt schon seit drei Jahren aufgebaut und arbeite ziemlich viel und hart dafür. Und es passieren gerade Dinge, die ich mir nie erträumt hätte. Es ergeben sich sehr viele Chancen und am liebsten würde ich alles gleichzeitig machen. Ich bin wirklich froh, denn ich denke schon dass ich mir genau das richtige Studium für mich ausgesucht habe und grundsätzlich macht es auch immer Spaß. Das Problem ist nur, dass ich dann auch mal schön langsam fertig werden möchte und das geht halt nur, wenn ich noch meine restlichen Prüfungen schreibe. Ich nehme mir für die Prüfungswochen aber irgendwie immer viel zu viel vor und im Endeffekt schaffe ich dann keine von ihnen. Es ist ein Teufelskreis.

Ich bin Gott sei Dank so privilegiert und habe eine Familie, die mich finanziell und mental beim Studium unterstützt und das Gute ist auch, dass sie mir absolut keinen Druck, was Noten und was die Mindeststudienzeit betrifft, machen. Mit meinem Blog und meinem Instagram Account habe ich schon einen 40 Stunden Job und Anfang des Jahres werde ich mich bereits selbstständig machen, da ich diverse Firmen marketingtechnisch betreuen werde. Jetzt könnt ihr euch ausrechen wie viele Stunden pro Woche ich dann arbeite. Und im Studium fehlen mir auch noch viele Prüfungen, bei denen es nicht reicht, wenn ich nur einen Tag lerne. Am liebsten würde ich das Studium momentan ganz links liegen lassen. Ich persönlich habe immerhin das Gefühl, dass mich die anderen Dinge, die ich nebenbei mache einfach viel mehr weiterbringen – mental, finanziell und generell was meine Karriere betrifft. Ich sag’s wie’s ist. Ihr wisst wie ehrlich ich immer zu euch bin. Es wird mir einfach viel zu viel und wenn ich dann Prüfungen wieder nicht schaffe, wird das Gefühl noch viel schlimmer. Die Bachelorarbeit kommt da auch noch oben drauf und noch weitere zwei große Arbeiten die abgegeben gehören.

Bei mir läuft es mit der Uni einfach gerade nicht so rosig und ich will euch jetzt mit meinen Gedanken eines auf den Weg geben:

Wenn ihr wisst, dass euer Studium das richtige für euch ist. Wenn ihr am Stoff interessiert seid und schon länger studiert ABER wenn euch gleichzeitig auch das Wasser bis zum Hals steht, weil ihr nicht mehr könnt und wollt und weil generell alles zu viel wird.. DANN .. beisst durch und beendet es trotzdem!

 

 

Klar, ich spiele oft mit dem Gedanken, jetzt einfach aufzuhören aber ich weiß gleichzeitig dass es megamäßig dumm wäre. Ich habe immerhin schon über 100 ECTS, das Studium ist perfekt für mich und es ist gleichzeitig so so wichtig, einen Abschluss zu haben. Deswegen werde ich es natürlich jetzt im Endspurt nicht aufgeben. Ich werde durchbeissen, mir nicht zu viele Prüfungen in der Prüfungswoche aufhalsen und eben vielleicht einen kleinen Gang zurückschalten. Ich werde es beenden und irgendwann bin ich dann einfach nur froh. Wenn ich jetzt abbrechen würde, stehe ich ohne Abschluss da. Und wer weiß wie lange es Instagram oder Social Media noch geben wird. Niemand weiß das, deswegen will ich gleichzeitig auch eine Absicherung haben.
Gebt einfach nicht auf, auch wenn ihr kurz davor seid. Wenn ihr wisst, dass es das komplett falsche Studium für euch ist, ist das eine andere Sache aber wenn es eh gepasst hat, nur im Moment zu viel wird, bleibt trotzdem am Ball!
Niemand hat gesagt dass studieren super easy wird (egal welches Studium) und solche Phasen gehören einfach dazu. Und wenn man dann fertig ist und sein Zeugnis in der Hand hält, wird man einfach nur glücklich und dankbar sein, nicht aufgegeben zu haben.

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