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Lästern: eine chronische Krankheit.

Herzlich Willkommen zu einem neuen Mutausbruch. Man könnte diesen Beitrag hier auch fast als Wutausbruch betiteln, da es etwas gibt was mich belastet und nervt und aggressiv und gleichzeitig unglaublich traurig macht. Diesem Thema sollte ja eigentlich nicht so unglaublich viel Aufmerksamkeit geschenkt werden aber da ich ja gern solche Dinge mit euch teile und ich vermute, dass so etwas in jedem Leben mal vorkommt, bekommt das jetzt doch ein bisschen Aufmerksamkeit.

Ich versuche wirklich immer good vibes und gute Laune zu verbreiten aber manchmal steht mir etwas bis zum Hals und ich muss es einfach rauslassen. Wenn ihr good vibes wollt, dann hört am besten jetzt zum Lesen auf denn die gibt es heute nicht. Heute gibt es nur meine Gedanken und meine Sicht zu einem großen Thema in unserer Gesellschaft, in diversen Freundeskreisen und hauptsächlich unter Frauen.

Ich weiß nicht, ob man Lästern schon als Krankheit bezeichnen kann aber bei manchen Leuten denke ich mir echt, dass es krankhaft geworden ist. Ich bediene bei Gott keine Klischees aber ich habe das beobachtet und auch mein Freund kann mir bestätigen, dass so etwas bei Burschen und Männern kein großes Thema ist.

Es gibt ja tatsächlich Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben immer das neueste und pikanteste und intimste und aufregendste und schlimmste über einen Menschen sofort anderen zu erzählen. Oft sind es auch Sachen, die so nicht mal der Wahrheit entsprechen aber Hauptsache man kommt mit den exklusivsten und schockierendsten News um sich selbst im besten Licht zu präsentieren. SO EXCITING. SO MUCH WOW. SO bescheuert, dass ich manchmal vor Wut keine Luft mehr bekomme und es mir den Hals komplett zuschnürt. Am schlimmsten ist es natürlich wenn das Menschen sind, die einem nahe gestanden haben. Aber das ist natürlich auch am interessantesten. Da gibt’s natürlich extra Aufmerksamkeit und Anerkennung. Da kann man nur gratulieren.

Es ist ein Thema, das mich lange beschäftigt hat und in letzter Zeit sehr präsent war. Ich hab’s nur nie angesprochen, da ich lange traurig darüber war aber eines kann ich euch sagen: aus der Trauer wurde kurz Wut und jetzt ist es Verständnis.

Verständnis für die armen Menschen, deren Leben so unglaublich langweilig ist, dass sie Scheiße über andere verbreiten müssen. Ich versteh’ schon warum man so was macht. Wenn man selber nichts anpackt und im Leben nichts auf die Reihe bekommt, muss man eben über Leute reden, die Dinge schaffen und hart an sich und für ihren Erfolg arbeiten. Wenn man sieht, dass jemand anderes alles erreicht wofür er auch kämpft und an sich selber arbeitet und sich selber zu einem besseren Menschen macht, bleiben manche halt zurück und müssen jeden Schritt haargenau beobachten und kritisieren. Und Dinge dazu erfinden. Und Unwahrheiten verbreiten. Und herum giften. Das ist halt nun mal so. Da kann man auch nur Verständnis und Mitleid aufbringen. Da bringt es gar nichts sich aufzuregen oder traurig zu sein. Wenn Menschen an so einer chronischen Krankheit leiden, kann man doch gar nicht böse sein, oder?

Da kann man nur hoffen, dass diese Leute irgendwann geheilt werden, vielleicht selber mal ihr Leben in die Hand nehmen und sich etwas aufbauen. Da kann man nur hoffen. Ist doch schlimm wenn der Lebensinhalt einer Person nur mit Gerüchten und Klatsch und Unwahrheiten über andere Menschen gefüllt ist.
Lange habe ich gebraucht zu realisieren, dass ich so etwas nicht brauche und dass ich darüber nicht traurig sein soll. Am wichtigsten ist, dass ich jetzt so weit bin giftige Menschen nicht mehr in mein Leben zu lassen. Freundschaften zerstören sich durch solche toxischen Leute aber immerhin fängt man dann an zu überlegen, ob es überhaupt eine richtige Freundschaft war.

Ich spreche hier auch keine konkreten Personen an, das ist nicht meine Art, jemanden so öffentlich an den Pranger zu stellen (obwohl gewisse Personen das mit mir ja genau so machen irgendwie). Wenn jetzt jemand böse auf mich ist, dann sind die Menschen das jedenfalls nur weil sie sich angesprochen fühlen. Und wenn nicht, auch okay.

Was ich euch Leuten da draußen jedenfalls mitgeben kann: wenn ihr merkt dass solche giftigen Menschen in eurem Leben sind und sie euer Leben beeinflussen (auch wenn es langjährige Freunde sein sollten), dann schafft Abstand. So etwas tut niemandem gut! Vor Kurzem hat eine Bloggerin auf Instagram geschrieben: Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du am häufigsten Zeit verbringst. Wenn du also wirklich jemandem nahe stehst, der toxic ist, nur schlecht über andere spricht und seinen Lebensinhalt mit solchen Dingen füllt, dann ist es an der Zeit dich zu verabschieden. Auch wenn es mehrere Leute sind, auch wenn es gute Freunde waren, auch wenn es weh tut und auch wenn du denkst du stehst jetzt alleine da. Im Endeffekt gewinnst du mehr als du verlierst!
Übrigens müsst ihr euch dafür auch nicht rechtfertigen. Es ist okay, Zeit für sich zu nehmen, Altlasten abzuwerfen, versuchen ein besserer Mensch zu werden und sein Leben zu ändern. Tu das was dir gut tut, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Du kannst dein Leben jeden Tag auf’s neue ändern und das wichtigste ist sowieso dass du auf dich selbst schaust!

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